| Der Flugplatz Wittmundhafen beheimatet das |
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Auch der Flugplatz Wittmundhafen liegt in der ehemaligen Gemeinde Ardorf, nachdem am 13. September 1911 ein Waldstück ein ausgedehntes Areal südlich der heutigen B120 vernichtet hatte, wurde hier mit der Anlage eines Marine-Luftschifflandeplatz begonnen; diese Basis wurde Wittmundhaven genannt und solange der Platz in der Obhut der Marine stand mit "v" geschrieben.
Der IV. Marineluftschifftrupp wurde am 21. September 1920 aufgelöst, die Luftschiffhallen bis zum September des folgenden Jahres abgerissen. Das Gelände des Luftschiffplatzes zur landwirtschaftlichen Nutzung freigegeben. Die beschauliche Ruhe auf dem Gelände war 1938 vorbei, als mit den Bauarbeiten für einen neuen Wehrmachtsflugplatz begonnen wurde; die Arbeiten wurden im November 1940, rechtzeitig zu Beginn der Luftangriffe gegen die britische Hauptstadt London, beendet. Im Frühjahr 1944 sah man die ersten Raketenjäger vom Typ "Komet" des Jagdverbandes 400 mit Getöse am ostfriesischen Himmel. Bis zum Jahre 1945 versuchten die immer noch in Wittmund stationierten Nachtjäger jetzt nächtliche Einflüge zu verhindern. Am 21. März 1945 traf ein amerikanischer Bombenteppich den Flugplatz so schwer, das jeglicher Flugbetrieb eingestellt werden musste. Nach der deutschen Kapitulation 1945 wurde der Flugplatz Wittmundhafen dem Erdboden gleich gemacht und einheimische Landwirte nahmen das Gelände wieder in Besitz. In den 50er Jahren begann der Bau des heutigen NATO-Flugplatzes. Im März 1963 verlegte dann mit dem Jagdgeschwader 71 "Richthofen" der erste NATO-Verband auf den Flugplatz Wittmundhafen und dieser ist bis heute bei uns in Ardorf. Seitdem ist der Flugplatz immer wieder erweitert worden, nicht immer zur Freude aller Einwohner. So mussten zum Beispiel in den Jahren 1965 bis 1975 in den Ortsteilen Heglitz und Webershausen ca.33 Häüser der Flugplatzerweiterung weichen, was natürlich nicht immer auf Gegenliebe der Einwohner gestoßen ist.
Autor: Wilhelm Ihnen, Ortsvorsteher |






