| Die Kirchengeschichte |
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| Geschrieben von: Torsten Rahmann |
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Bis zum Jahr 800 ist die Christianisierung des friesischen Küstenstreifens durch die Bistümer Bremen und Münster zunächst abgeschlossen. Das Harlingerland stand unter der Zuständigkeit Bremens. Dieser Teil und auch das Auricherland und Norderland war kirchlich im Archidiakonat des Bremer Domscholasters organisiert.
Das Archidiakonat war in sechs Dekanate aufgeteilt. Wittmund, Ochtersum, Stedesdorf, Arle, Norden und Aurich bildeten hier die kirchliche Zentren. Von diesen Sendbezirken ging der weitere kirchliche Einfluss in die ländlichen Gebiete aus. Diese Sendkirchen in den benannten „zentralen“ Orten hatten unter anderem auch die Funktion einer regionalen Ecclesia Matrix (Mutterkirche). Dem Sendkirchenbereich Wittmund unterstanden die Kirchspiele Middels, Blersum, Funnix, Berdum, Eggelingen, Asel, Berum und Isebenysze. Leerhafe und auch Ardorf finden hier keine Erwähnung. Kirchengeschichtliche Quellen gehen davon aus, dass beide Kirchspiele dem Kloster Burmönken in dieser Zeit zugeordnet waren. Urkundlich erwähnt wird das Kloster zu Bure (Burmönken) bereits 1319 im Zusammenhang mit den Tyüchermönken (Tychen bei Burmönken). Anders als in der Grafschaft Ostfriesland vollzog sich 1538/39 die Reformation im damals noch eigenständigen Harlingerland. Die konfessionelle Richtung bestimmte der Landesherr und das war zu jener Zeit Balthasar von Esens. Das Land wurde rein lutherisch. Radikale Strömungen wie Ansätze des Wiedertäufertums gab es nicht. Im Gegenteil, als der Ardorfer Pastor Mamme Folkerts Kirchenreliquien auf dem Kirchhof verbrennen wollte, hinderten ihn die Dorfbewohner dies zu tun. Noch heute ist das Harlingerland vorherrschend lutherisch. Das westliche Ostfriesland ist dagegen überwiegend reformierten Glaubens. Quelle: Wikipedia |






